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REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

JANSSEN-CILAG GmbH
REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert
PZN: 3866728
Packungsinhalt: 28 St / N1 Retard-Kapseln
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Produktdetails

Zusammensetzung von REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

1 Kaps. enthält
Wirkstoffe
  • 20.51 mg Galantamin hydrobromid
Hilfsstoffe
  • Hypromellose
  • Ethylcellulose
  • Diethylphthalat
  • Drucktinte
  • Eisen(III)-oxid
  • Gelatine
  • Saccharose
  • Maisstärke
  • Macrogol 400
  • Titandioxid

Anwendungsgebiete von REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Arzneimittel gegen Demenz, das angewendet wird, um die Symptome einer leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ (eine Krankheit, die die Gehirn-funktion verändert) zu behandeln.

Die Symptome der Alzheimer-Krankheit schließen Gedächtnisverlust, Verwirrung und Verhaltensänderungen ein. Dadurch wird es immer schwerer, den normalen Alltagsbe-schäftigungen nachzugehen.

Man glaubt, dass die Symptome durch einen Mangel an Acetylcholin ausgelöst werden, einer Substanz, die für das Senden von Informationen zwischen den Gehirnzellen verantwortlich ist. Das Arzneimittel erhöht die Acetylcholin-Menge im Gehirn und könnte so die Symptome der Krankheit verbessern.

Dosierung von REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

  • Nehmen Sie das Präparat immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Wie viel müssen Sie einnehmen?
    • Sie werden die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnen. Die Anfangsdosis beträgt gewöhnlich 8 mg einmal täglich. Ihr Arzt kann die Dosis allmählich in 4-wöchigen oder längeren Zeitabständen erhöhen, bis Sie die für Sie am besten geeignete Dosis erreichen. Die höchste Dosis beträgt 24 mg einmal täglich.
    • Ihr Arzt wird Ihnen erklären, mit welcher Dosis Sie anfangen müssen und wann die Dosis erhöht werden sollte. Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie machen müssen oder wenn Sie die Wirkung zu stark oder zu schwach finden, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
    • Ihr Arzt muss Sie regelmäßig sehen, um feststellen zu können, ob dieses Arzneimittel bei Ihnen richtig wirkt und um sich zu erkundigen, wie Sie sich fühlen.
  • Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, kann Ihr Arzt Ihnen eine verminderte Dosis verordnen oder entscheiden, dass dieses Arzneimittel für Sie nicht geeignet ist.
  • Wechsel von der Einnahme der Tabletten oder -Lösung auf die Einnahme von Kapseln
    • Wenn Sie zurzeit Tabletten oder -Lösung einnehmen, könnte Ihr Arzt entscheiden, Sie auf Hartkapseln, retardiert, umzustellen:
      • Nehmen Sie Ihre letzte Dosis Tabletten oder -Lösung am Abend ein.
      • Nehmen Sie am nächsten Morgen Ihre erste Dosis Hartkapseln, retardiert, ein.
  • Nehmen Sie nicht mehr als eine Kapsel pro Tag ein. Nehmen Sie keine Tabletten oder -Lösung ein, wenn Sie bereits einmal täglich Kapseln einnehmen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie zu viel eingenommen haben, nehmen Sie sofort Verbindung mit einem Arzt oder Krankenhaus auf. Nehmen Sie die übrig gebliebenen Hartkapseln und die Packung mit dorthin. Die Anzeichen einer Überdosierung können umfassen:
      • starke Übelkeit und Erbrechen
      • schwache Muskeln, langsamer Herzschlag, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, lassen Sie die vergessene Dosis ganz aus, und nehmen Sie die nächste Dosis wieder zur normalen Zeit ein.
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Falls Sie mehrere Einnahmen vergessen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme aufhören. Um Ihren Zustand behandeln zu können, ist es wichtig, dieses Arzneimittel weiter einzunehmen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wechselwirkungen von REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Sie sollten dem Arzt, der Schwester oder dem Apotheker immer mitteilen, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Galantamin, der Wirkstoff des Arzneimittels, soll nicht zusammen mit anderen gleichartig wirkenden Arzneimitteln eingenommen werden. Dazu gehören:

- Donepezil oder Rivastigmin (gegen die Alzheimer-Krankheit)

- Ambenonium, Neostigmin oder Pyridostigmin (gegen schwere Muskelschwäche)

- Pilocarpin, wenn es eingenommen wird (gegen Mundtrockenheit oder trockene Augen).

 

Einige Arzneimittel können die Art und Weise, wie Galantamin wirkt, beeinflussen, oder Galantamin selbst kann die Wirksamkeit einiger anderer Arzneimittel, die zur selben Zeit eingenommen werden, vermindern. Dazu gehören:

- Paroxetin oder Fluoxetin (Antidepressiva)

- Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen)

- Ketoconazol (gegen Pilzerkrankungen)

- Erythromycin (Antibiotikum)

- Ritonavir (antiviraler HIV-Protease-Hemmer).

Ihr Arzt könnte Ihnen eventuell eine niedrigere Dosis Galantamin verschreiben, wenn Sie zusätzlich eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen.

 

Einige Arzneimittel können durch Galantamin verursachte Nebenwirkungen erhöhen. Dazu gehören:

- nicht-steroidale entzündungshemmende Schmerzmittel, die das Risiko von Geschwüren erhöhen können (z. B. Ibuprofen)

- Arzneimittel, die gegen Herzerkrankungen oder Bluthochdruck eingenommen werden (z. B. Digoxin, Amiodaron, Atropin, Betablocker oder Kalziumkanal-Blocker). Wenn Sie Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag einnehmen, könnte Ihr Arzt ein Elektrokardiogramm (EKG) in Erwägung ziehen.

 

Wenn Sie sich einer Operation mit Allgemeinnarkose unterziehen müssen, sollten Sie den Arzt darüber informieren, dass Sie Galantamin einnehmen.

 

 

Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Galantamin sollte, wenn möglich, mit Nahrung eingenommen werden.

Trinken Sie während der Behandlung reichlich Flüssigkeit, damit Ihr Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist.

Nebenwirkungen von REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Beenden Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels und suchen Sie sofort einen Arzt auf, bei Auftreten von:
- Herzproblemen einschließlich Veränderungen im Herzschlag (langsam oder unregelmäßig)
- Palpitationen (klopfender Herzschlag)
- Ereignissen wie Bewusstseinsverlust

 

Die Nebenwirkungen umfassen:

Sehr häufig: betrifft mehr als einen Behandelten von 10:
- Übelkeit und/oder Erbrechen. Wenn diese unerwünschten Wirkungen auftreten, dann meistens zu Beginn der Behandlung oder wenn die Dosis erhöht wird. Sie neigen dazu, langsam wieder zu verschwinden, wenn sich der Körper an die Behandlung gewöhnt hat und dauern im Allgemeinen nicht länger als einige Tage. Wenn diese Wirkungen bei Ihnen auftreten, wird Ihnen Ihr Arzt möglicherweise empfehlen, mehr Flüssigkeit zu trinken und, falls notwendig, Ihnen ein Arzneimittel gegen Übelkeit verschreiben.

 

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100:
- Gewichtsabnahme
- Appetitlosigkeit
- Verminderter Appetit
- Langsamer Herzschlag
- Gefühl, ohnmächtig zu werden
- Schwindel
- Zittern
- Kopfschmerz
- Benommenheit
- Ungewöhnlich müde
- Magenschmerz oder -beschwerden
- Durchfall
- Verdauungsstörung
- Vermehrtes Schwitzen
- Muskelkrampf
- Stürzen
- Hoher Blutdruck
- Sich schwach fühlen
- Allgemeines Unwohlsein
- Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen)
- Sich traurig fühlen (Depression)

 

Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000:
- Erhöhung der Leberenzyme im Blut (Laborergebnisse, die Ihnen sagen, wie gut Ihre Leber arbeitet)
- Eventuell übersprungener Herzschlag
- Reizleitungsstörung des Herzens
- Gefühl von abnormen Herzschlägen (Palpitationen)
- Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühl der Haut
- Veränderung des Geschmackssinns
- Übermäßige Schläfrigkeit
- Verschwommen sehen
- Klingeln oder Summen in den Ohren (Tinnitus)
- Brechreiz
- Muskelschwäche
- Ausgeprägter Wasserverlust des Körpers (Dehydratation)
- Niedriger Blutdruck
- Gesichtsrötung

 

Seltene Nebenwirkungen: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000:
- Entzündung der Leber (Hepatitis)

 

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit, wenn Sie besorgt sind oder glauben, dass das Arzneimittel bei Ihnen Probleme verursacht. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Gegenanzeigen zu REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Darf nicht eingenommen werden:

- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Galantamin oder einen der sonstigen Bestandteile sind

- wenn Sie eine schwere Leber- und/oder schwere Nierenerkrankung haben

Schwangerschaft und Stillzeit zu REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt um Rat.

Während der Behandlung dürfen Sie nicht stillen.

Anwendung zu REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Die Kapseln sollen als Ganzes und nicht zerkaut oder zerkleinert geschluckt werden.

Das Arzneimittel soll morgens, mit Wasser oder anderer Flüssigkeit, und vorzugsweise mit Nahrung eingenommen werden.

Patientenhinweise zu REMINYL 1x taeglich 16 mg Hartkapseln retardiert

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:

Das Arzneimittel sollte nur bei Alzheimer-Krankheit und nicht bei anderen Formen des Gedächtnisverlustes oder der Verwirrung eingenommen werden.

Arzneimittel sind nicht immer für jeden gleich geeignet. Bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, muss Ihr Arzt wissen, ob Sie an einem der im Folgenden aufgeführten Zustände leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben:

- Leber- oder Nierenprobleme

- eine Herzerkrankung (z. B. Angina, Herzanfall, Herzversagen, niedriger oder unregelmäßiger Puls)

- Störung des Elektrolythaushaltes (z. B. erniedrigte/erhöhte Kaliumwerte im Blut)

- Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür

- akute Bauchschmerzen

- eine Störung des Nervensystems (wie Epilepsie oder Parkinson-Krankheit)

- eine Atemwegserkrankung oder eine Infektion, die die Atmung beeinflusst (wie Asthma, obstruktive Lungenerkrankung oder Lungenentzündung)

- wenn Sie kürzlich am Darm oder an der Blase operiert wurden

- wenn Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben

 

Wenn Sie sich einer Operation mit Allgemeinnarkose unterziehen müssen, sollten Sie den Arzt darüber informieren, dass Sie das Arzneimittel einnehmen.

Ihr Arzt wird daraufhin entscheiden, ob das Arzneimittel für Sie geeignet ist oder ob die Dosis angepasst werden muss.

Kinder: Das Arzneimittel wird für Kinder nicht empfohlen.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Vor allem in den ersten Wochen der Behandlung kann das Arzneimittel Schwindelgefühl und Schläfrigkeit hervorrufen. Wenn Sie diese Beschwerden haben, dürfen Sie nicht fahren, Werkzeuge benutzen oder Maschinen führen.

 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

 

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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