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Allergie und Heuschnupfen

Die Zahl der Menschen, die auf normalerweise harmlose Stoffe allergisch reagieren, steigt stetig an. Allergien sind auf dem Vormarsch
– Wir geben Ihnen hier einen Kurzüberblick.

Übersicht

> Hausstaubmilben - Die Quälgeister im Bett
> Das Problem mit der Kreuzallergie
> Allergene sind allgegenwärtig
> Wenn Pollen unter die Haut gehen - So können Sie sich schützen

Die Quälgeister im Bett

Die Beschwerden durch Hausstaubmilben entstehen dagegen vor allem nachts. Nachts hat man Schnupfen, morgens wacht man mit einer verstopften Nase auf. Die Beschwerden bestehen praktisch das ganze Jahr über. Das Krankheitsbild heißt deswegen auch perenniale (ganzjährige) allergische Rhinitis.

Mögliche Auslöser von Allergien

  • Pollen
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilzsporen
  • Insektengift
  • Nahrungsmittel
  • Arzneimittel
  • UV-Strahlen

Das Problem mit der Kreuzallergie

Der Grund für so genannte Kreuzallergien ist die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander. Das führt dazu, dass sich die Allergene ähneln. Das Immunsystem reagiert nicht nur auf Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln wie z. B. von Obst, Nüssen oder Gewürzen. Welche Nahrungsmittel man nicht verträgt, hängt davon ab, auf welche Pollenarten man allergisch ist.

Typisch für den Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis oder Pollinosis) ist, dass er sich in der typischen Pollenflugzeit bei schönem Wetter vor allem tagsüber verschlechtert. Schlechtwetterperioden oder längere Regenfälle dagegen führen zu einer Besserung der Beschwerden. Wen der Heuschnupfen schwer erwischt, den kann er fast außer Gefecht setzen. Denn zu den Beschwerden an Nase und Augen, können sich Kopfschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, ein beeinträchtigtes Allgemeinbefinden und ein allgemeines Krankheitsgefühl gesellen.

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Die wichtigsten Kreuzallergien

Allergie gegen... Mögliche Kreuzallergie...
Birken-, Erlen-, Haselpollen Nüsse, Stein- und Kernobst, Kiwi, Sellerie, Karotte, Kartoffel (roh)
Birkenpollen Roher Sellerie
Beifußpollen Kräuter und Gewürze, gekochter Sellerie, Mango
Gräser- und Getreidepollen Mehl, Kleie, Tomate, Hülsenfrüchte

Allergene sind allgegenwärtig

Allergene, die über die Luft in den Körper gelangen, wie z. B. Pollen, Tierhaare und Ausscheidungen von Hausstaubmilben haben ihren ersten Kontakt mit den Atemwegen. In der Nase führen sie zu einem allergischen Schnupfen, einer Rhinitis. Die Nasenschleimhaut schwillt an, die Nase verstopft oder fängt an zu laufen. Gleichzeitig juckt sie unerträglich. Der Niesreiz ist unwiderstehlich und kann sich in regelrechten Niessalven entladen.

Schnupfenbeschwerden durch Tierhaare verschlimmern sich vor allem, wenn das entsprechende Tier in der Nähe ist. Manchmal reicht es auch, wenn z. B. ein Katzenbesitzer entsprechende Haare an der Kleidung haften hat, die dann in die Luft gelangen.

Wer allergisch auf Pollen ist, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten. Sie können zu Juckreiz, Schwellungen und Bläschen der Mundschleimhaut, aber auch zu Schnupfen, Bindehautentzündung, Asthma und Hautreaktionen (Urtikaria) führen. Der Verdauungstrakt reagiert meist nicht – von seltenen Ausnahmen abgesehen. Folgende Nahrungsmittel bzw. Nahrungsbestandteile lösen häufig Allergien aus: Milch (Milcheiweiß), Hühnerei, Nüsse, Weizen, Obst (z. B. Äpfel, Erdbeeren) und Soja.

Alle diese Allergene können auch asthmatische Beschwerden wie z. B. Atemnot hervorrufen oder ein bestehendes Asthma verschlimmern. Manchmal sind die Beschwerden untypisch: Selbst ein hartnäckiger Husten beruht gelegentlich auf einer Allergie.

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Hätten Sie's gewusst?

  • Eine einzelne Roggenähre kann über vier Millionen Pollenkörner auf die Reise schicken. Sind die Windverhältnisse günstig, verbreiten sich die Pollen bis zu 400 Kilometer weit.
  • Auf dem Land sind morgens die Pollenkonzentrationen hoch, in der Stadt abends.
  • Die ein bis zwei Gramm Hautschuppen, die ein Mensch pro Tag verliert, ernähren 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang.
  • Katzenhaare findet man praktisch überall, selbst dort, wo noch nie eine Katze war, beispielsweise in der Antarktis. Dem Allergen auszuweichen ist also ausgesprochen schwierig.

Wenn Pollen unter die Haut gehen - So können Sie sich schützen

Neueste Studien der Charité Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, haben jetzt erstmals gezeigt, dass Allergene aus der Luft nicht nur über die Atemwege und Schleimhäute, sondern auch über die Haut in den Körper eindringen und am Auftreten von Heuschnupfen (Typ-I-Allergie) und seinen lästigen Symptomen beteiligt sind.

Während bis vor einigen Jahren die Schleimhäute als alleinige Eintrittspforte für Allergene galten, ist diese Theorie also mittlerweile überholt.

Unsere Haut wehrt äußere Reize wie Pollen und andere Allergene normalerweise mit einer natürlichen Barriere ab. Hauteigene Enzyme sorgen dabei dafür, dass die Haut ihre Barrierefunktion erfüllen kann. Ist die Enzymaktivität jedoch reduziert, wie es bei empfindlicher Haut sehr häufig der Fall ist, wird die Haut durchlässiger und bietet vor Allergenen nur bedingten Schutz.

Forschungsergebnisse der Charité Berlin beweisen: bei Anwendung von Körperlotionen mit dem pH5 Enzymschutz gelangen wesentlich weniger Pollen durch die Haut in den Körper und die Allergenlast insgesamt wird gesenkt.

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